Ollama springt ins kalte Wasser

Im letzten Artikel habe ich (auch) darüber geschrieben, dass Ollama plant, die Kompatibilität zu llama.cpp zu verbessern. Das ist jetzt passiert — und wie. Mit v0.30 (aktuell schon bei v0.30.6) hat Ollama die Architektur grundlegend umgebaut: Statt auf GGML aufzusetzen, wird llama.cpp jetzt direkt unterstützt, GGUF-Kompatibilität inklusive. Für Apple Silicon gibt’s außerdem MLX-Beschleunigung, für NVIDIA-Hardware spürbar mehr Performance. Wer die Änderungen im Detail nachlesen will: Die Release Notes auf GitHub sind überschaubar, aber klar. Nun, das alleine wäre schon eine Meldung wert. Aber was mich wirklich umgehauen hat, kam beim Testen.

Man erhält die Liste der verfügbaren Modelle auf Huggingface mit dem Link https://huggingface.co/models?pipeline_tag=text-generation&library=gguf&sort=trending, das sind über 31K Treffer. Und wie führt man ein Modell aus?
ollama run hf.co/{family}/{model}, zum Beispiel
ollama run hf.co/Qwen/Qwen2.5-3B-Instruct-GGUF. Einfacher geht es nicht. hf.co ist ein Hub, der hier beschrieben ist.

Nach dem initialen run (oder pull) liegt das Modell lokal auf der eigenen Platte und wird künftig direkt von dort geladen. Und Datenschutz und Privatsphäre sind automatisch dabei.

Wer Modelle parametrisieren möchte, kann sie auch per Modelfile importieren. Das hat Ollama hier erklärt. Aber wer das Modell direkt von Huggingface so nutzen will, wie es dort gespeichert ist, kann sich diesen deutlich aufwändigeren Weg sparen.

Auf Ollama zu warten, hat sich also sehr gelohnt. Das neue Interface ist meiner Meinung der direkteste und leichteste Weg, auf die Huggingface-Bibliothek zuzugreifen. Und die bewährte Ollama-Qualität mit Multitasking und ausgefuchster Speicherverwaltung gibt es natürlich dazu. Bravo, Ollama! Bravissimo!

llama.cpp bekommt ein Zuhause

Georgi Gerganov hat still und leise eine Website lanciert: llama.app. Das klingt unspektakulär, ist aber ein bemerkenswertes Signal – denn Gerganov ist der Mann, ohne den lokale KI so, wie wir sie heute kennen, schlicht nicht existieren würde. „Our goal is to make local AI accessible to everyone“, schreibt Gerganov auf seinem X-Account und reißt, wie er es verspricht, mit seiner neuen Website alle Eintrittsbarrieren nieder. Es gibt ja einige Akteure, die freie und lokale KI möglich machen, zum Beispiel Ollama. Aber oft ist es so, dass man hinter deren „Walled Garden“ eingesperrt ist, und so ist es auch bei Ollama. Braucht man es nun nicht mehr?

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Besuchen Sie uns auf GitHub

Die Welt der freien Software. KI-generiert (Nano Banana 2).

https://github.com/Cephei-OpenSource/

Unser Freeware-Angebot erfreut sich großer Beliebtheit, worüber wir uns natürlich sehr freuen. Um das auf solidere Füße zu stellen, haben wir nun eine GitHub-Präsenz eingerichtet und bringen dort einige unserer freien Projekte in den Public Domain.

Wir haben zunächst drei Projekte ausgewählt und für die Publikation auf GitHub überarbeitet und erweitert:

genpwd – Passwortgenerator, mit Berechnung der Entropie, und, neu, der Möglichkeit, leichter tippbare Passwörter zu generieren.

climb – Tool für Systemadministratoren, um für vielfältige Anwendungsfälle Mails von der Kommandozeile aus zu senden. Jetzt neu mit Inline-Attachments und mehr und sichereren Möglichkeiten für die Passwort-Übergabe.

dialsynth – Dialektische Synthese, lässt zwei KI-Modelle eine Synthese erstellen aus Antwort und Kritik, gestützt durch eine Faktenrecherche. Pipeline für Open WebUI. Jetzt neu mit der Möglichkeit, die Suche mit SearXNG lokal oder Brave (musste zuvor manuell eingerichtet werden) auszuführen, sowie mit erweiterten Valve-Parametern für Timeouts und die Sprache der Antwort.

Auf GitHub können Sie uns Verbesserungsvorschläge senden, oder Fehler melden. Wenn Sie ein eigenes Projekt von einem unserer Projekte ableiten möchten (Fork), geht das selbstverständlich ebenso. Unsere Projekte stehen unter Apache-2.0-Lizenz (Open Source) und dürfen auch kommerziell verwendet werden.

Wie vermutlich jedes Software-Unternehmen nutzen auch wir eine ganze Reihe von Open Source Projekten. Im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen wir bereits einige davon. Dennoch möchten wir außerdem eigene freie Software der Community zur Verfügung stellen, GitHub ist die geeignete und etablierte Plattform dafür. Besuchen Sie uns dort, wir würden uns sehr freuen!

Die schärfsten Kritiker der Elche sind selber welche

Zwei Elche diskutieren im Mondschein. KI-generiert (Nano Banana 2).

Update: Dieses Tool ist in einer verbesserten Version auf unserem Github verfügbar https://github.com/Cephei-OpenSource/dialsynth

Als kritischer und verantwortungsbewusster KI-Anwender, wie gehen Sie vor? Die Gefahr von Halluzinationen und Auslassung wichtiger Details ist sehr real. Man sollte sich also niemals blind auf die Auskunft einer KI verlassen.

Also wird man zunächst eine Websuche durchführen und damit die Antwort der KI sorgfältig gegenprüfen. Tja, ziemlich viel Aufwand, und darum neigt man selbstredend gerne dazu, diese Prüfung auszulassen. Und ist schneller einer KI-Halluzination aufgesessen, als man gucken kann.

Aber wie wäre es, wenn man den Prozess automatisieren könnte? Und zunächst eine KI die grundlegenden Arbeiten übernehmen könnte. Idealerweise nicht die gleiche KI, denn alle KIn haben Stärken und Schwächen, wenn man sie also kombiniert, erhält man deshalb weit robustere Ergebnisse.

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