Hauptsache Hype

https://ludic.mataroa.blog/blog/i-will-fucking-piledrive-you-if-you-mention-ai-again/

The article „I Will Fucking Piledrive You If You Mention AI Again“ by Ludicity expresses frustration with the overhype and misuse of AI in business contexts. The author, a data scientist, criticizes executives and companies for jumping on the AI bandwagon without understanding its practical applications or limitations. The piece highlights the discrepancy between the potential of AI and its current implementation, pointing out the incompetence and grift within the industry. The writer emphasizes the need for realistic expectations and a focus on fundamental technical and operational improvements instead of blindly pursuing AI trends.

Das ist eine wirklich lesenswerte und sehr lustige Wutrede gegen den KI-Hype. Die habe ich dann erstmal in ChatGPT geworfen und um eine Zusammenfassung gebeten, das Ergebnis sehen Sie oben.

Für solche Dinge ist AGI wirklich nützlich, und man sieht an der Synopsis auch sehr gut, dass ChatGPT mit dem Text in stoischer Ruhe umgeht und sich nur auf die sachlichen Inhalte konzentriert. Ob ein Mensch das auch könnte, wenn man ihn derart frontal angreift? Aber ich wollte eben gerade meine persönlichen Emotionen zu diesem Thema heraushalten.

Auch als Suchmaschine schlägt KI alles. Grundsätzlich ist aber so ziemlich alles, was man derzeit mit KI anstellen kann, mit größter Vorsicht zu genießen. Es kann durchaus sehr hilfreich sein, natürlich, aber wenn man nicht selbst gut qualifiziert ist im betreffenden Bereich, gerät man immer tiefer in den Wald, und am Ende kommt nur Unsinn dabei heraus. Sprich, z.B. eine Software von KI erstellen zu wollen, und zu hoffen, dass dabei etwas Sinnvolles herauskommt, ist zumindest bisher hoffnungslos. Man formuliert erstmal die grundlegenden Bedingungen, und das Ergebnis ist großartig. Dann geht man in die Details – Sie wissen ja, die letzten 10% der Entwicklung von Software benötigen 90% der Zeit – und ChatGPT verrennt sich grandios. Wenn man da nicht selber Hand anlegen und ein robustes Design aufsetzen kann, landet man im Nirgendwo.

Also, es gibt ganz bestimmt schon einige Anwendungsszenarien für KI, aber wenn z.B. Amazon einen Chatbot einsetzt im Support, und der nicht kapiert, worum es geht, und aber ganz sicher ist, dass er es wüsste, und dann ist es unmöglich, noch einen Support-Mitarbeiter zu erreichen, noch nicht einmal per Mail, weil das System doch meint, es hätte bereits alles beantwortet, dann kann KI die Dinge sogar zum Schlechten wenden. Aber, wie es der verlinkte Artikel auch hervorragend herausarbeitet, an so einem Hype lässt sich eben prima verdienen, wenn einem die Kunden egal sind.

Panik bei Microsoft

https://www.phoronix.com/news/Linux-DRM-Panic-BSoD-Picture

After being talked about for years of DRM panic handling and coming with a „Blue Screen of Death“ solution for DRM/KMS drivers, Linux 6.10 is introducing a new DRM panic handler infrastructure for being able to display a message when a panic occurs.

Super, das letzte Hindernis um von Windows zu wechseln, wurde ausgeräumt: Linux hat jetzt endlich auch einen Blue Screen of Death!

Microsoft macht einen Rückzieher

https://www.golem.de/news/microsoft-knickt-ein-recall-kommt-nun-doch-nur-per-opt-in-2406-185865.html

Nach Ankündigung des noch unveröffentlichten Windows-KI-Features Recall hat Microsoft von Sicherheits- und Datenschutzexperten massive Kritik geerntet. Nun behauptet der Konzern, das Feedback erhört zu haben und kündigt in einem neuen Blogbeitrag ein paar Änderungen an, die noch vor der Einführung der Copilot+-PCs am 18. Juni und der damit einhergehenden Auslieferung einer ersten Preview von Recall umgesetzt werden sollen.

Zu den dystopischen Plänen von Microsoft, die einen weltweiten Aufschrei von Sicherheitsexperten auslösten,  kam dann kürzlich auch noch die Meldung, dass Recall schon gehackt ist. Microsoft hat mittlerweile auf die Proteste reagiert und will Recall nun doch nur per Opt-In installieren. Für mich allerdings ist schon die bloße Tatsache der Anwesenheit einer solchen Funktion Grund genug, Windows keine sensiblen Daten mehr anvertrauen zu können, denn Microsoft verlangt damit ein Maß an Vertrauen, das es angesichts der riesigen Zahl von bekannten Windows-Sicherheitsproblemen, und vor allem dem immer wieder sehr nachlässigen Umgang damit, keinesfalls verdient hat.

Windows Recall verlangt außerordentliches Vertrauen, das Microsoft nicht verdient hat

https://arstechnica.com/ai/2024/06/windows-recall-demands-an-extraordinary-level-of-trust-that-microsoft-hasnt-earned/

Microsoft’s Windows 11 Copilot+ PCs come with quite a few new AI and machine learning-driven features, but the tentpole is Recall … the feature is pitched as a way to help users remember where they’ve been and to provide Windows extra contextual information … This, as many users in infosec communities on social media immediately pointed out, sounds like a potential security nightmare. That’s doubly true because Microsoft says that by default, Recall’s screenshots take no pains to redact sensitive information, from usernames and passwords to health care information to NSFW site visits.

Wir sind nicht die Einzigen, die mit der neuen Funktion „Recall“ in Windows massive Bauchschmerzen haben. In diesem Artikel von Ars Technica werden Reaktionen von Sicherheits- und Privatsphäre-Fachleuten zusammengetragen, und das Vorhaben von Microsoft stößt darin rundheraus auf Ablehnung.

Vielleicht ist das Ganze ja eine Werbekampagne für Linux?

Windelweiche Bedenken

https://www.golem.de/news/ki-im-kreuzfeuer-der-kritik-massive-qualitaetsmaengel-bei-chatgpt-als-programmierhilfe-2405-185442.html

Eine von Forschern der Purdue University durchgeführte Studie hat die Genauigkeit und Qualität von ChatGPT bei der Beantwortung von Programmierfragen beleuchtet, die typischerweise auf Stack Overflow zu finden sind. Die Ergebnisse, die in den Proceedings der CHI Conference on Human Factors in Computing Systems veröffentlicht wurden, lassen erhebliche Bedenken hinsichtlich der Korrektheit und Prägnanz der Antworten von ChatGPT aufkommen.

Während wir den Studienautoren zwar grundsätzlich recht geben würden, dass sich ChatGPT vor allem für die Einarbeitung in neue Themen eignet, und bei komplexen Aufgabenstellungen oft noch überfordert ist, finden wir es doch ein wenig unfair, wie im Kleingedruckten der Studie zu lesen, dass die Tests mit GPT-3.5 durchgeführt wurden. Das ist ordentlich weit weg von der aktuellen Version 4o, die in einer völlig anderen Liga spielt. Es ist ein bisschen so, als würde man die Leistung eines 10-Jährigen in der A-Jugend bewerten wollen. Hat die Angst vor Jobverlust die Feder geführt?

Das Beitragsbild hat übrigens ChatGPT 4o erstellt, mit dem Prompt „Bild eines Baby-Roboters in 16:9“.

Feind im Computer

https://www.youtube.com/watch?v=uHEPBzYick0

Zuerst hielt ich es für eine Ente, eine Falschmeldung, um Microsoft zu schaden. Aber es stimmt tatsächlich. Microsoft möchte in Windows eine Funktion namens Recall implementieren, die jede Sekunde einen Screenshot des Bildschirms anfertigt. Eine bordeigene KI soll dann diese Screenshots durchsuchen und interpretieren können.

Wir wissen, dass jede KI halluziniert. Die wird sich alles mögliche aus den Fingern saugen. Ach, Sie haben nicht mit den Russen kollaboriert? Die KI ist sich aber ganz sicher! Abgesehen davon ist das natürlich ein ultimativer Security-Alptraum. Niemand mit irgendwie vertraulichen Daten kann noch Windows benutzen, wenn alles mitgespeichert wird: Finanzdaten, Forschungsergebnisse, Passwörter, Staatsgeheimnisse. Microsoft scheint das Geschäft mit den Regierungen aufgeben zu wollen? Und außerdem, allein schon das Thema der Performance. Da bricht doch noch der schnellste Rechner ein, und die größte Platte läuft über, wenn alle Sekunde ein Screenshot gefertigt und verschlagwortet wird. Vielleicht noch von 3 Bildschirmen in 4K? Auf dem PC eines Gamers wird das sicher lustig, und dessen KI wird auch jeden Eid schwören, dass der Benutzer ein Massenmörder ist.

Es bleibt nur uneingeschränktes Misstrauen

https://www.heise.de/news/Nur-NIST-P-521-betroffen-PuTTY-Luecke-kompromittiert-private-SSH-Schluessel-9687539.html

Der freie Terminal-Client PuTTY trug seit Version 0.68 – veröffentlicht im Jahr 2017 – einen Programmierfehler mit sich herum, der Angreifern die Rekonstruktion privater SSH-Schlüssel des Typs NIST P-521 ermöglicht. Dafür müssen sie jedoch entweder ihr Opfer auf einen präparierten SSH-Server locken oder vom betroffenen Schlüssel signierte Git-Commits abfangen. Bei NIST P-521 handelt es sich um ein Verfahren der Kryptografie auf elliptischen Kurven (Elliptic Curve Cryptography, ECC).

Seit 7 Jahren, soso. Und auch noch mit elliptischen Kurven, die doch besonders sicher sein sollen.

In einem (äußerst sehenswerten!) Interview bei Tucker Carlson Network sagte Pavel Durov, Gründer der Social-Media-Plattform Telegram, kürzlich, er betrachte absolut jedes technische Gerät, mit dem er in Berührung kommt, als kompromittiert. Und nun, wenn man sich die abenteuerliche Flut von Lücken und Fehlern ansieht, die täglich in unüberschaubarer Zahl auf uns einprasseln, wird er damit wohl leider recht haben.

Politik gegen die Menschen

https://www.tichyseinblick.de/tichys-einblick/klimagesundheit-oder-warum-es-leichter-ist-arm-zu-werden-als-reich/

Sie zerstören die Gegenwart wie Kinder Sandburgen, ohne den Wert der Zerstörung zu bemessen oder auch nur im Entferntesten daran zu denken, was sie an seine Stelle setzen. Sie sind fern jeder Denkweise, dass nicht Armut erklärt werden muss, sondern Wohlstand. Völlig fremd ist ihnen der Gedanke, dass Wohlstand nicht selbstverständlich ist, sondern die Armut der Normalzustand der Menschheit darstellt. Der US-Psychologe und Bestsellerautor Steven Pinker erklärt, dass Armut der Grundzustand der Welt ist. Armut muss nicht erklärt werden – sie ist der Normalzustand.

Zu viele Menschen heutzutage haben Armut nie erlebt. Und unglücklicherweise sind das genau diejenigen, die in Positionen von Macht und Einfluss gelangen. Denn wer arm geboren ist, bleibt es im Allgemeinen auch* und hat deshalb zu viel mit dem eigenen Überleben und dem seiner Lieben zu tun, als sich stundenlang den Hintern in irgendwelchen Schwafelrunden plattzusitzen. So entstand eine Kaste von wohlstandsverwahrlosten Idealisten, deren an sich gutmeinende Ziele für die Interessen derer missbraucht werden, denen nur an grenzenloser Diktatur und Kontrolle gelegen ist.

*Das war im letzten Jahrhundert, in der Zeit ca. 1950 – 1990, in Deutschland noch anders, aber mit den aberwitzigen Steuern und Abgaben ist es mittlerweile äußerst schwer geworden, Vermögen aufzubauen, wenn man mit Nichts anfängt

img2pdf Bild Konverter

Vielleicht kennen Sie das Problem: Sie haben eine Bilddatei, benötigen diese jedoch als PDF. In unserer Buchhaltung kommt das öfters vor, ein Photo, oder aus einer Banking-Software heraus. Aber das Steuerbüro akzeptiert nur PDF. Also muss das Image nach PDF konvertiert werden. Das ist natürlich gar kein Problem, beherrscht inzwischen jedes Betriebssystem. Doch vielleicht möchten Sie den Prozess automatisieren? Oder die Klicks reduzieren, um den PDF-Konverter aus der Anwendungssoftware heraus anzustoßen?

Hier ist ein kleines Tool für Bash, das eine riesige Auswahl von Bildformaten nach PDF konvertieren kann:

########################################################
# img2pdf.bash - Convert many image formats to PDF     #
# More info https://cephei.blog/img2pdf-bild-konverter #
########################################################
#!/bin/bash

delete_original=0
dpi=300
format="DINA4"
plain=0
auto_orient=""
verbose=0

usage() {
    echo "Usage: $(basename $0) [-d] [-i ] [-f ] [-p] [-v] file1 [file2 ...]"
    echo "   -d Delete file after conversion"
    echo "   -i  DPI value [300] for the converted PDF"
    echo "   -f  [DINA4], DINA3, DINA5, LETTER"
    echo "   -p Plain, do not scale image"
    echo "   -o Keep orientation (portrait/landscape)"
    echo "   -v Verbose, inform about progress"
    exit 1
}

verbose_echo() {
    if [ "$verbose" -eq 1 ]; then echo "$@"; fi
}

supported_file() {
    if [ ! -f "$1" ]; then return 1; fi
    if [ -n  "$(file "$1" |grep PDF)" ]; then return 1; fi
    if ! magick identify "$1" &>/dev/null; then return 1; fi
    return 0
}

# Check for required commands
if ! command -v convert &>/dev/null || ! command -v magick &>/dev/null || ! command -v bc &>/dev/null; then
    echo "ImageMagick not installed. Please install ImageMagick to use this script."
    echo "Hint: on most distributions, this package is named \"imagemagick\"."
    echo "(Should this appear although ImageMagick is installed, your distro misses \"bc\")"
    exit 1
fi

if [ "$#" -eq 0 ]; then usage; fi

while getopts ":di:f:pov" opt; do
    case $opt in
        d) delete_original=1 ;;
        i) dpi=$OPTARG ;;
        f) format=$(echo "$OPTARG" | tr '[:lower:]' '[:upper:]') ;; #ignore case
        p) plain=1 ;;
        o) auto_orient="-auto-orient" ;;
        v) verbose=1 ;;
        \?) echo "Invalid option: -$OPTARG" >&2
            usage
            ;;
        :) echo "Option -$OPTARG requires an argument." >&2
           usage
           ;;
    esac
done

shift $((OPTIND-1))
if [ "$#" -eq 0 ]; then usage; fi

if [ $plain -eq 0 ]; then
    # Configure settings based on format and DPI, reference values for 300 DPI
    case "$format" in
        DINA4) xsiz=2480; ysiz=3508 ;;
        DINA3) xsiz=3508; ysiz=4961 ;;
        DINA5) xsiz=1748; ysiz=2480 ;;
        DINA6) xsiz=1240; ysiz=1748 ;;
        LETTER) xsiz=2550; ysiz=3300 ;;
        *) echo "Unsupported format: $format" >&2
        exit 1 ;;
    esac
    
    scale_factor=$(echo "scale=8; 300 / $dpi" | bc)
    xsiz=$(echo "($xsiz / $scale_factor + 0.5) / 1" | bc) # Note: "/ 1" simulates floor
    ysiz=$(echo "($ysiz / $scale_factor + 0.5) / 1" | bc)
    verbose_echo "Conversion settings: DPI=$dpi, Format=$format, Scale Factor=$scale_factor"
else
    verbose_echo "[plain] was set on command line, image(s) are not scaled"
fi

for file in "$@"; do
    if supported_file "$file"; then
        output_file="${file%.*}.pdf"
  
        if [ $plain -eq 0 ]; then      
            convert "$file" $auto_orient -resize "${xsiz}x${ysiz}" -gravity center -extent ${xsiz}x${ysiz} -units PixelsPerInch -density $dpi "$output_file"
        else
            convert "$file" "$output_file"
        fi
        verbose_echo "Converted: $file -> $output_file"
        
        if [ $delete_original -eq 1 ]; then
            rm "$file"
            verbose_echo "Deleted: $file"
        fi
    else
        echo "Ignored: $file is either not a supported image format or does not exist." >&2
    fi
done

Alle von ImageMagick unterstützten Bildformate können mit diesem Script nach PDF konvertiert werden, und das ist eine schier unüberschaubare Anzahl von Formaten. Falls ImageMagick auf Ihrem System nicht verfügbar ist, das zugehörige Paket heißt „imagemagick“ unter Debian, Fedora und Arch.

Um unser Script zu installieren, kopieren Sie es entweder aus dem Code-Fenster oberhalb, oder Sie laden ein ZIP von unserem Server. img2pdf ist Freeware und Sie dürfen es nach Belieben verwenden.

Hinweis: Bei einzelnen Abschnitten des Codes wurde auf die Unterstützung von ChatGPT zurückgegriffen, aber OpenAI erhebt keinerlei Copyright-Ansprüche auf solche Code-Anteile.

Grüner Terror gegen Musk

https://www.focus.de/panorama/welt/berichte-brandanschlag-legt-tesla-werk-in-gruenheiden-lahm-bombensucher-ruecken-an_id_259729096.html

Nach dem bereits ziemlich erfolgreichen Feldzug der Grünen gegen Verbrenner richtet sich deren Furor nun auch gegen Elektroautos. Es geht den Grünen eben nicht um den Schutz von irgendwas, sondern in Wahrheit um die völlige Entrechtung der Menschheit, und die Konzentration sämtlicher Macht und allen Besitzes in die Hände einer winzigen Oligarchie. Das Ziel grüner Verkehrspolitik ist also nicht etwa der Erhalt der Mobilität mittels einer (angeblich) besseren Alternative zur Verbrennertechnologie, sondern vielmehr das Einsperren der Menschen in Freiluftgefängnissen. Man sollte es dabei niemals übersehen, die Nazis waren links (Sicherungskopie).

Blinder Fleck oder Agitation?

Elon Musk hat sich kürzlich einen neuen Laptop zugelegt mit Windows 11, und sich dann empört auf X (vormals Twitter) darüber ausgelassen, dass er Windows 11 nicht installieren könne, ohne einen Microsoft-Account anzulegen.

Mal abgesehen davon, dass das zwar zugegeben mittlerweile erschwert ist, stimmt es schlicht nicht. Natürlich kann man auch Windows 11 immer noch mit einem lokalen Account installieren – Methode 1, Methode 2. Besonders interessant übrigens der Link unter Methode 2, das darin vorgestellte Tool Rufus erlaubt noch ganz andere Konfigurationen des USB-Sticks mit der Win11-Installation, z.B. das Umgehen der Kompatibilitätsanforderungen, und einiges mehr. Also, ok, es ist wohl nichts für Lieschen Müller oder Opa Kabuffke, aber möglich ist die Installation von Windows ohne Microsoft-Account definitiv immer noch.

Deshalb kassierte Musk sogar eine „Community Note“ auf der eigenen Plattform! Popcorn! Aus dieser Note ist übrigens der Link bei Methode 1, dazu gibt es aber auch schon wieder Anmerkungen, dass der überholt sei und dass dieser Weg mit den neuesten Versionen von Windows 11 nicht mehr funktioniert. Methode 2 scheint der sicherere Weg zu sein, falls Sie Windows 11 ohne MS-Account installieren wollen. Aber wer will das eigentlich noch? Seit der letzten Änderung der Nutzungsbedingungen vom Oktober ist Windows ein absolutes No-Go, und das auch noch geschäftlich einsetzen zu wollen, ist geradezu Untreue. Die Rechte, die Microsoft sich inzwischen über den Computer ihrer Nutzer einräumt, sind grotesk – die Nutzung kann verboten / abgeschaltet werden, wenn man etwas schreibt, das Microsoft nicht gefällt; was man schreibt, darf von der Microsoft-KI verändert werden; und mehr. Ich denke, wenn man schon Windows einsetzt, dann ist es auch schon einerlei, ob man dabei einen (kostenlosen) Account bei Microsoft anlegt oder nicht. Die machen mit den Daten ihrer Nutzer ohnehin, was sie wollen.

Jedenfalls. Man fragt sich schon, ist so ein superschlauer Kopf wie Elon Musk tatsächlich nicht in der Lage, eine kurze Internet-Recherche vorzunehmen? Oder ist das ein Versuch, einen Krieg mit Microsoft vom Zaun zu brechen?

Am lustigsten in diesem Thread ist allerdings die Antwort von RA Thomas Ulbrich. Er schreibt, er hatte ja einige Teslas im Fuhrpark seiner Kanzlei, musste sie aber alle zurückgeben, weil er es mit seinen Vertraulichkeitspflichten als Anwalt nicht vereinen konnte, dass bei diesen Autos ohne jegliche Möglichkeit des Widerspruchs sämtliche Fahrzeugdaten, insbesondere die besuchten Orte, an Tesla übermittelt werden. Erwischt.

Anmerkung: Falls es auch Ihnen inzwischen reicht und Sie von Microsoft weg möchten, lesen Sie bitte hier im Blog diesen Beitrag.

WLAN situativ einschalten

Vielleicht kennen Sie das Problem. Sie haben ein Notebook und nutzen es stationär und mobil. Wenn Sie das Notebook stationär nutzen, verwenden Sie den Ethernet-Anschluss, aber für den mobilen Einsatz benötigen Sie das WLAN. Also können Sie das WLAN nicht dauerhaft deaktivieren, aber wenn das Notebook über Ethernet verbunden ist, ist das WLAN überflüssig, unter Umständen störend (weil Sie zwei Verbindungen zum Router aufbauen und eine davon, nämlich das WLAN, deutlich langsamer ist als die andere, und es sich nicht genau sagen lässt, über welche der beiden aktiven Verbindungen Datenverkehr geleitet wird), und außerdem möchten Sie vielleicht Ihre Strahlenexposition minimieren, wenn das Notebook stationär verwendet wird. Da wäre es doch geschickt, wenn das System selbst entscheiden könnte, ob WLAN gerade gebraucht wird oder nicht. Hier ist ein mit Unterstützung von ChatGPT erstelltes Script, das diese Aufgabe in hinreichend modernen Linux-Distributionen (SystemD) mit dem bash-Interpreter erfüllt:

#!/bin/bash

# Ermittle die Gerätenamen für WLAN und Ethernet
WIFI="$(nmcli device status | grep "wifi " | awk '{print $1}')"
ETHN="$(nmcli device status | grep "ethernet " | awk '{print $1}')"

if [[ -z "$WIFI" || -z "$ETHN" ]]; then
    echo "Zuordnung der Netzwerk-Adapter fehlgeschlagen."
    exit 1
fi

# nmcli gibt den Status in der GENERAL.STATE-Spalte aus
# 20 entspricht 'nicht verbunden', 100 bedeutet 'verbunden'
wifiStatus="$(nmcli -g GENERAL.STATE device show $WIFI)"
ethnStatus="$(nmcli -g GENERAL.STATE device show $ETHN)"

# Prüfen, ob Ethernet verbunden ist (Status 100)
if [[ ! "$ethnStatus" =~ 100 ]]; then
    # Ethernet ist nicht verbunden
    if [[ "$wifiStatus" =~ 20 ]]; then
        # WLAN ist deaktiviert, schalte es ein
        nmcli radio wifi on
    fi
else
    # Ethernet ist verbunden
    if [[ ! "$wifiStatus" =~ 20 ]]; then
        # WLAN ist nicht deaktiviert, schalte es aus
        nmcli radio wifi off
    fi
fi

Das Script benötigt keine Admin-Rechte und kann im regulären User-Startup eingebunden werden.

PS: Der Operator „=~“ wird im Script als sozusagen infix-Suche verwendet. Die Ausgabe von nmcli ist nämlich „100 (verbunden)“ oder auch „100 (connected)“, bzw. abhängig von der eingestellten Sprache des Betriebssytems.

Ergänzung: Das Script funktioniert nur, wenn nur ein Ethernet- und nur ein WLAN-Adapter im System vorhanden sind. Falls Sie mehrere Adapter haben, müssten Sie das Script entsprechend anpassen. Um z.B. nur das jeweils erste Device zu verwenden:

WIFI="$(nmcli device status | grep "wifi " | head -1 | awk '{print $1}')"
ETHN="$(nmcli device status | grep "ethernet " | head -1 | awk '{print $1}')"

beziehungsweise wie es für Ihr System passend ist.

Organisierte Verantwortungslosigkeit

https://www.danisch.de/blog/2024/02/10/technische-fehler-beim-abruf-von-e-rezepten-erhebliche-gefaehrdung-der-arzneimitteltherapiesicherheit-moeglich/

Beim E-Rezept sind gravierende Fehler aufgetreten, die zu schwerwiegenden Gesundheitsgefährdungen führen können. Beim Auslesen der Verordnungen von der Gesundheitskarte in Apotheken wurden Medikamente vertauscht.

Ein Apotheker schlägt bei Hadmut Danisch Alarm. Mit dem E-Rezept kommt es zu gravierenden Vertauschungen mit potenziell tödlichen Auswirkungen. Man sollte also bei E-Rezepten sehr genau prüfen, welches Medikament der Apotheker über die Theke reicht und sowieso immer den Beipackzettel ausführlich studieren.

Nun ja. Es ist, wie es eigentlich immer ist. Computer und IT können sehr segensreiche und hilfreiche Erweiterungen der menschlichen Fähigkeiten sein, aber, so wie sich das manche vorstellen, den Menschen ersetzen können sie nicht. Das liegt schon einmal allein daran, dass Menschen ein Bewusstsein dafür haben, dass sie Fehler machen können, Computer aber nicht. Computer machen ja eigentlich auch gar keine Fehler, sie machen nur das, was Menschen ihnen programmiert haben. Und Menschen machen eben Fehler. Aber sobald etwas durch einen Computer geht, neigen wir dazu, es als „göttlichen Ratschluss“ aufzufassen. Vielleicht aber ist es auch so, niemand ist mehr schuld, sobald der Computer es gesagt hat, sprich, der Kinderglaube an eine allein Nutzen stiftende Technisierung der Gesellschaft ist eigentlich nur ein Rückzug aus der Veranwortung.

Übrigens hat der Apotheker ein offizielles Schreiben des Sächsischen Apothekenverbandes beigefügt, das aber so strikt auf Vertraulichkeit pocht, dass Danisch sich nicht traut, daraus zu zitieren, geschweige denn, es zu veröffentlichen. Das ist ja wieder mal bezeichnend, dass wir so etwas nicht wissen sollen. Ist ja bloß unser (physisches!) Leben, um das es hier geht, solcher „Kleinkram“ darf doch die Gewinne der Konzerne und den Überwachungs- und Kontrollwahn der zunehmend ins Totalitäre abgleitenden Politik nicht gefährden.

AnyDesk kompromittiert

https://www.borncity.com/blog/2024/02/03/anydesk-wurde-im-januar-2024-gehackt-produktionssysteme-betroffen/

Das Katz-und-Maus-Spiel ist vorbei – meine Befürchtungen haben sich bestätigt. Die Tage dauernde „Wartung“ (Maintenance) der AnyDesk-Webseiten geht auf einen Cyberangriff zurück. Die Produktionssysteme von AnyDesk wurden gehackt. Alle AnyDesk-Software ist als kompromittiert anzusehen.

AnyDesk ist eine Fernsteuerungssoftware, in etwa wie Teamviewer. Es wurde auch von ehemaligen Teamviewer-Mitarbeitern gegründet und verfolgt einen ähnlichen Ansatz – die Verbindungen werden über zentrale Systeme des Herstellers vermittelt, um Firewalls, Port Restrictions etc. umgehen zu können.

Falls Sie eine Alternative zu diesem Ansatz suchen, empfehlen wir Ihnen Rustdesk Remote Control. Diese Open Source Lösung hat zum einen den Vorteil, dass man den Source Code einsehen und auch selbst kompilieren kann, und zum anderen, und viel wichtiger, man kann die vermittelnde Instanz auf einem eigenen Server hosten. Ich will Ihnen allerdings nicht verhehlen, dass das System noch lange nicht so ausgereift ist wie AnyDesk oder erst recht Teamviewer. Aber für den alltäglichen Einsatz reicht es meiner Meinung völlig aus.

Bug oder Feature?

https://www.golem.de/news/microsofts-browser-chrome-daten-seit-monaten-ohne-erlaubnis-in-edge-geoeffnet-2401-181729.html

Microsofts Edge-Browser hat eine eigentlich abschaltbare Import-Funktion, um Daten aus anderen Browsern zu übernehmen. Diese ist allerdings seit fast einem Jahr fehlerhaft, ohne dass dieser Fehler bisher korrigiert wurde … Durch die Übernahme aller geöffneten Chrome-Tabs durch Microsofts Browser könnten so Windows-Nutzer von Chrome weggebracht werden, indem sie einfach Edge weiternutzen und gar nicht bemerken, dass sie nicht mehr mit Googles, sondern mit Microsofts Browser arbeiten.

Na, das erinnert doch sehr stark an den „Browser War“ Internet Explorer vs. Netscape, der Microsoft immerhin ein Anti-Trust-Verfahren eingebracht hat. Hat man bei Microsoft daraus nichts gelernt? Andererseits gerieren sich die Aufsichtsbehörden nicht nur in USA schon so lange als völlig zahnlose Tiger, dass man das Risiko solcher Gerichtsverfahren mittlerweile vielleicht für vertretbar hält.

Update: Microsoft hat den Fehler(?) inzwischen repariert.