Zwischen den Sternen

https://www.heise.de/tp/features/Chinesisch-russische-Mondbasis-schon-in-fuenf-Jahren-6322584.html

Auf einmal soll es schnell gehen. Bisher hatte die Planung der chinesischen Weltraumagentur CNSA eine dauerhafte, wenn auch unbemannte Mondstation ab 2035 vorgesehen. Nun soll das nach der chinesischen Mondgöttin benannte Landefahrzeug Chang’e 8 schon 2027 mit dem Aufbau einer solchen Station auf dem Erdtrabanten beginnen.

Als kleiner Steppke saß ich gebannt vor dem Fernseher, sah mir stundenlang die Live-Übertragungen der NASA an und träumte mich auf den Mond. Inzwischen aber sind so viele krasse Bildmanipulationen des damaligen Materials aufgeflogen, dass ich mich doch manchmal frage, ob wir es denn wirklich schon auf den Mond geschafft haben? Mit der Micky-Maus-Hardware von damals. Und wer hat eigentlich Armstrong bei seinem berühmten „Small Step“ gefilmt, wenn Armstrong doch angeblich der erste Mensch auf dem Mond war?

Jedenfalls, das ganze Zeug der alten Mondmissionen müsste immer noch völlig unverändert, für die Ewigkeit konserviert, dort rumstehen. Wär doch nett, wenn die Chinesen jetzt den endgültigen Beweis erbringen würden, ob ich meine Kinderträume behalten darf. Und außerdem bin ich der Ansicht, dass die Vorstellung, den Mars zu besiedeln, nichts als größenwahnsinniger Schwachsinn ist, solange wir noch nicht einmal eine Mondbasis hinbekommen.

Video-Tipp: Z.B. auf Netflix gibt es die koreanische Science-Fiction-Serie „The Silent Sea“, darin geht es um eine Mondbasis. Von der Kritik zwar zerrissen, meiner unmaßgeblichen Meinung nach aber ganz brauchbare Unterhaltung.

Anmerkung, zum Titel dieses Beitrags: „Ziele nach dem Mond. Selbst wenn du ihn verfehlst, wirst du zwischen den Sternen landen.“ (Friedrich Nietzsche)

Müßiggang ist aller Laster Anfang? In der Ruhe liegt die Kraft!

https://www.infosperber.ch/wirtschaft/der-kult-der-optimalen-betriebsamkeit/

Maria Montessori nannte es den „Flow“ bzw. die „Polarisation der Aufmerksamkeit“, und es ist das zentrale Ziel der Montessori-Pädagogik. Nun gibt es jedoch eine Untersuchung zu einem regelrechten Kult, der sich darum gebildet hat, und das Problem dabei ist nicht der „Flow“, der ist sehr hilfreich und förderlich, sondern dass er leicht in eine exzessive (und schädliche) Betriebsamkeit umkippen kann. Denn der „Flow“ hat quasi Suchtpotential, ist die Erklärung der Forscher an der ESSEC Business School in Frankreich.

Der Schlüssel, es mit dem „Flow“ nicht zu übertreiben, wird wohl darin liegen, den dritten Aufmerksamkeitsmodus nicht zu vernachlässigen. Dieser Modus ist die ruhige Zeit und bildet einen, meines Erachtens unbedingt notwendigen, Gegenpol zum „Flow“. Lesen Sie dazu bitte auch diesen Beitrag.

 

Kurze Nickerchen beflügeln die Kreativität

https://www.science.org/content/article/edison-was-right-waking-right-after-drifting-sleep-can-boost-creativity

Wenn man kurz nach dem Einschlafen, beim Ende dieser Übergangsphase mit den sog. luziden Traumbildern, sofort wieder erwacht, erhöht dies signifikant die kreative Leistung. Für dieses „Rezept“ konnten nun an der Universität von Montreal in einer Studie Beweise gefunden werden.

Übrigens haben nicht nur Dalí und Edison das Verfahren angewandt, wie im Artikel benannt, sondern auch Albert Einstein. Er hatte dazu einen sehr interessanten Trick. Er setzte sich in einen bequemen Sessel und erlaubte sich, in den Schlaf zu driften; allerdings hielt er dabei einen Schlüsselbund in der Hand. Sobald er in den tatsächlichen Erholungsschlaf wechselte, entspannte sich seine Hand, der Bund fiel zu Boden und er wachte wieder auf.