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Angesichts harter Konkurrenz von KI-Giganten aus den USA und China geht es Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei dem Gipfel auch darum, dass Europa bei der Zukunftstechnologie nicht den Anschluss verliert. Europa müsse im Herzen der KI-Revolution stehen, sie mitgestalten.
Vom 10. bis 11. Februar 2025 tagte der Artificial Intelligence Action Summit in Paris – ein Versuch der EU, sich als führender Player in der Künstlichen Intelligenz (KI) zu positionieren. Über 60 europäische Unternehmen wollten gemeinsam Innovation vorantreiben. Doch anderthalb Monate später zeigt sich: Die EU sabotiert sich mit ihrer eigenen Regulierung weiterhin selbst.
Das KI-Gesetz, seit Februar 2025 teilweise in Kraft, verbietet Systeme mit „unannehmbaren Risiken“ und schreibt strenge Schulungen für Mitarbeiter vor. Ab August 2025 drohen bei Verstößen Strafen von bis zu 35 Millionen Euro oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes. Dazu kommt die DSGVO, die die Nutzung von Daten für KI-Training massiv erschwert. Unternehmen wie Meta ziehen sich zurück – die Datenschutzvorschriften seien zu restriktiv, heißt es. US-Vizepräsident J.D. Vance warnte auf dem Gipfel vor übermäßiger Regulierung, die Innovation ersticken könnte. Und er hat recht: Während die EU bürokratische Hürden aufbaut, machen andere Regionen längst einen Bogen um Europa.
Für Unternehmen wie unseres ist das ein Albtraum. Aktuell müssen wir Mitarbeiter schulen oder deren KI-Nutzung überwachen – alles, um Strafen zu vermeiden. Diese Vorgaben sind eine direkte Folge des KI-Gesetzes, und die Frustration wächst: In Diskussionen auf X wird die EU-Regulierung als „Bürokratie-Monster“ bezeichnet, das Innovation bremst. Die EU träumt von einem „globalen Zentrum für vertrauenswürdige KI“, aber die Realität sieht anders aus: Die Kombination aus KI-Gesetz und Datenschutzvorschriften lässt uns zurückfallen, während der Rest der Welt voranschreitet.
Die EU muss ihre Ambitionen mit der Realität abgleichen – weniger Bürokratie, mehr Pragmatismus. Sonst bleibt Europa im KI-Rennen ein Zuschauer, während andere die Führung übernehmen. Es bleibt spannend, ob die EU aus ihren Fehlern lernt – oder weiterhin über die eigenen Füße stolpert. Europa soll den Anschluss nicht verlieren? Die EU ist doch noch nicht einmal aus den Startlöchern herausgekommen! Ist das Hybris, Naivität oder einfach nur ein Mangel an Realismus?