VS‑Code‑Feeling auf Open‑Source‑Basis

Moderner SW-Workflow. KI-generiert (Nano Banana 2).

Viele SW-Entwickler arbeiten täglich mit Visual Studio Code (VS Code). Was dabei oft untergeht: Der Editor, den Microsoft als „VS Code“ verteilt, basiert im Kern auf dem Open‑Source‑Projekt „Code – OSS“. Und genau hier setzt VSCodium an: Es ist im Wesentlichen ein community-gebautes VS‑Code‑Pendant, das aus derselben Open-Source-Quelle kompiliert wird – allerdings ohne Microsofts Branding und ohne die Microsoft‑spezifischen Distribution-Anpassungen wie z.B. Telemetrie und sonstiges Reporting.

Wenn Sie z.B. einen CLI KI Assistenten verwenden, und sich für eine freie und datenschutzsichere Lösung mit Aider und Open WebUI entschieden haben, brauchen Sie natürlich auch mit KI Assistent trotzdem den Überblick für Ihre Sourcen. Und möchten nicht in der IDE dann doch noch die Kontrolle über Ihre Daten verlieren. VSCodium arbeitet dazu wunderbar mit allen gängigen CLI KI Assistenten zusammen – einfach im Terminal der IDE laufen lassen. Manche Agenten, wie z.B. GeminiCLI, bieten sogar eine automatische Integration in VSCodium an, aber das ist nicht unbedingt erforderlich. Wenn man den Agenten im IDE-Terminal laufen lässt, kann man auch ohne weitere Konfiguration live mitverfolgen, was er in den Quellen tut.

Was ist VSCodium?

VSCodium ist ein freier Build von „Code – OSS“, also dem Open-Source-Code, der auch der Basis von VS Code zugrunde liegt. Das Ziel: ein Editor, der sich wie VS Code anfühlt, aber als eigenständige Community‑Distribution bereitgestellt wird.

Microsoft veröffentlicht den Quellcode des Editors als „Code – OSS“ (MIT‑Lizenz). Die Microsoft-Distribution „VS Code“ wird daraus gebaut, aber mit Microsofts Branding und weiteren Anpassungen. VSCodium baut ebenfalls aus dieser Open-Source-Basis und liefert fertige Pakete für verschiedene Plattformen.

„VS Code vs VSCodium“ ist also weniger ein „anderes Produkt“, sondern eher: unterschiedliche Distributionen mit demselben Kern.

Warum entscheiden sich Teams für VSCodium?

Je nach Kontext kann VSCodium attraktiv sein, etwa wenn man:

  • eine möglichst „neutrale“ Distribution bevorzugt (Community-Build statt Vendor-Build),
  • Open-Source-First im Tooling leben will,
  • in regulierten Umgebungen genauer steuern möchte, welche Komponenten man einsetzt,
  • in der Kommunikation klar trennen will zwischen Open Source (Code – OSS) und Microsofts Distribution.

Für viele Nutzer ist VS Code vollkommen okay – VSCodium ist vor allem dann spannend, wenn Transparenz, Kontrolle oder Policy-Vorgaben wichtig sind.

Installation

VSCodium stellt Installationspakete für die gängigen Plattformen bereit. Am einfachsten geht es über die offiziellen Downloads:

Danach kann man es wie VS Code nutzen: Ordner öffnen, Git integrieren, Extensions installieren, Settings synchronisieren (je nach Setup) usw.

Tutorials

Da sich VSCodium in Bedienung und Funktionen stark an VS Code orientiert, sind auch die meisten VS-Code-Tutorials direkt nutzbar.

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